Du hast Probleme mit Spliss? Deine Haare haben kein Volumen? Glanz ist ein Fremdwort und Farbe verblasst schneller als sie gekommen ist? Die Probleme gehören ab heute der Vergangenheit an. Mit diesem ultimativen Ratgeber versorgen wir euch mit den 44 besten Tipps für schöne Haare. Sie sind leicht anzuwenden, gut für den Geldbeutel und Ergebnisse auch nach kurzer Zeit schon sichtbar. Auf geht´s:

Nie wieder Trockene Haare

1. Olivenöl kann hier Wunder wirken. Öl in seinen verschiedensten Formen hat in der Schönheitsindustrie seinen festen Platz. In das feuchte Haar einmassiert und über Nacht eingezogen, sorgt es für einen schönen Glanz nach der Anwendung. Über Nacht sollte auf jeden Fall ein Handtuch untergelegt werden, um Ölflecken auf der Bettwäsche zu vermeiden. Am nächsten morgen dann das Ölivenöl gründlich aus den Haaren waschen, ausspülen und den trockenen Haaren adé sagen.

2. Das richtige Shampoo wählen: Es gibt spezielle Produkte, die mit einem hohen Anteil an Repair- und Pflegesubstanzen ausgestattet sind. Erste schließen angegriffene Stellen am Haar und schützen so vor dem Austrocknen. Bei den Pflegesubstanzen handelt es sich meist um pflanzliche Öle. Für die maximale Schonung eigenen sich am besten silikonfreie Shampoos.

3. Von trocken zu schön mit diesem Kniff: Meide heiße Föhnluft wie der Teufel das Weihwasser. Die heiße Luft sorgt nämlich für verstärktes Austrocknen der Haare. Diese sollten besser mit mittelwarmer- oder kalter Föhnluft aus guter Entfernung oder besser nur mit Hilfe der Luft getrocknet werden.

4. Spülung und Haarkuren: Es gibt spezielle Spülungen für trockene Haare, welche diesen Feuchtigkeit spenden und die Ursachen für trockenes Haar bekämpfen: Meist sorgen Risse in der äußeren Schuppenschicht für das etwas spröde Aussehen. Diese werden dann durch die Spülung geschlossen. Spülungen sollten aber aufgrund ihres sauren pH-Wertes nicht zu lange einziehen, woraufhin sich ihre Wirkung etwas abschwächt. Spezielle Haarkuren pflegen reichhaltiger, ihre Anwendung beschränkt sich aber auf die wöchentliche Haarpflege.

5. Weniger ist manchmal mehr: Durch tägliche Haarwäsche wird das Haar strapaziert und trocknet aus, da der Kopfhaut das Fett entzogen wird. Duschen ohne dabei die Haare zu waschen sollte also öfters auf eurem Plan stehen. Der “Doosh” von Stefan Raab wurde nicht umsonst erfunden ;).

Keine Macht dem Spliss

6. Das wichtigste zuerst: Haarbruch lässt sich, wenn er einmal da ist, nicht beseitigen sondern bestenfalls überdecken. Darum sollten folgende Tipps hauptsächlich dazu dienen, diesem lästigen Begleiter vorzubeugen.

7. Eine lange Mähne wachsen lassen ohne einen Friseurbesuch zwischendurch? Keine gute Idee! Der Gang zum Friseur sollte einmal im Quartal angetreten werden. Durch das Schneiden der Spitzen, kann das Haar gestärkt wachsen und Spliss effektiv vermieden werden.

8. Wie auch bei trockenen Haaren sollte zur Vorbeugung von Spliss die richtige Pflege zum Einsatz kommen. Dazu gehören beispielsweise ergiebige Ölkuren, die den Spitzen gut tun und gleich gesünder aussehen lassen.

9. Tipp für schöne Haare: Spitzen sind besonders empfindlich und rauen schneller auf als andere Haarpartien. Das kann durch Reibung während des Schlafs am Kissen oder auch innerhalb des natürlichen Tagesablaufs an der Kleidung passieren. Da hilft es, nicht nur aus Abwechslung gelegentlich einen Zopf zu binden oder sein Haupt auf weichen Stoffen wie Seide zu betten.

10. Blondierungs-, Bleichungs-, und andere aggressive Mittelchen der Kosmetikindustrie begünstigen Spliss in hohem Maße. Jeder sollte aber selbst entscheiden, ob er seinen Haaren diese chemische Strapazierung der Haare antun möchte.

11. Haarmasken: Mit einfachen Hausmitteln lassen sich oft super Ergebnisse zaubern, – und das alles ohne großen Aufwand. Hier gibt’s ein tolles Rezept für eine Haarmaske: Die homogene Mischung aus dem zerstampften Fruchtfleisch einer Papaya und einem glatt gerührten Naturjoghurt ca. 45 Minuten im Haar einwirken lassen (Tipp: mit Frischhaltefolie abdecken) und sich danach über perfekt duftendes und glänzendes Haar freuen.

Für den perfekten Glanz

Frau mit glänzenden Haaren

Perfekter Glanz (credit: Subbotina @ photodune.net)

12. Glanz hängt vor allem davon ab wie gut die Haaroberfläche imstande ist, das einfallende Licht zu reflektieren.  Das gelingt vor allem mit glatten Haaren, die mit einem Glätteisen auf moderater Temperatureinstellung geglättet wurden, recht gut.

13. Auch die Gesundheit der Haare ist ein weiterer wichtiger Faktor für einen glänzenden Schopf. Ist die äußere Schuppenschicht aufgeraut oder beschädigt, ist die Reflektion von Licht kaum möglich. Wenn ihr die Pflegetipps aus dieser Liste beherzigt, legt ihr auch gleichzeitig die Basis für gesünderes Haar.

14. Kalt statt warm. Die Haare öfters mal mit kaltem Wasser ausspülen schließt ebenfalls die Schuppenschicht und fördert obendrein auch die Durchblutung der Kopfhaut.

15. Extraglanz mit folgendem Haumittel: 2 EL Apfelessig, etwas 2 EL Öl und 1 Ei zusammenmixen und sanft in das Haar einmassieren. Nach etwa 30 Minuten Einwirkungszeit mit kaltem Wasser gründlich ausspülen. Spart die Anschaffung teurer Haarprodukte und ist zu 100% natürlich.

16. Ein weiteres Hausmittel zum selber machen geht sogar noch einfacher als Tipp 15: Tee. Schwarztee (für dunkles Haar) oder Kamillentee (für helles Haar) aufbrühen, ziehen und kalt werden lassen. Nach dem Waschen der Haare den Tee über die Haare gießen und kurz einziehen lassen. Am besten mit einer Duschhaube oder Frischhaltefolie abdecken und nach 15 Minuten sanft aus dem Haar ausspülen.

17. Auch die richtige Ernährung spielt eine gewichtige Rolle für eine gesunde und seidig glänzende Haarpracht. Viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Nüsse, Fisch und Fleisch sorgen für eine optimale Versorgung des Körpers (Haare natürlich mit eingeschlossen) mit Vitaminen, Eiweiß Ballaststoffen und Spurenelementen wie Zink und Eisen.

Mehr Volumen

Frau mit voluminösem Haar

Dynamische Mähne: Mit diesen Tipps und Tricks gelingt sie (© juniart – Fotolia.com)

18. Dieser Tipp ist etwas zeitintensiv, aber bringt euch garantiertes Volumen.  Das braucht ihr dafür: Einen Schaumfestiger und etwas breitere Lockenwickler. Zunächst den Schaumfestiger ins trockene Haar einarbeiten. Dünne Haarsträhnen teilen und die Lockenwickler von der Mitte an aufrollen bis alle Haare mit den Wicklern aufgerollt wurden. Diese dann etwa 2 Stunden im Haar behalten und nach Ablauf dieser Zeit vorsichtig aus dem Haar entfernen. Großartiges Volumen belohnt für die zugegebenermaßen etwas aufwendigere Methode.

19. Auch dieser Tipp fordert etwas Zeit, aber das Ergebnis ist Volumen pur. Wichtig sind zunächst frisch gewaschenes, aber weitgehend trockenes Haar. Forme dann einen Dutt, der oben in der Kopfmitte mit einem weichen Haargummi fixiert wird.  Nach 45 Minuten kurz kalt oder lauwarm anfönen, bis der Dutt wieder geöffnet werden kann. Das Haar fällt nun etwas wellig, aber schön voluminös.

20. Optische Täuschung: Mit einem Glätteisen lassen sich schöne Wellen nach außen oder innen zaubern, die das Haar voluminöser aussehen lassen.

21. Sparsamkeit bei Pflegeprodukten: Auch bei volumengebenden Haarstyling-Produkten ist es wichtig auf die angewendete Menge zu achten. Zu viel kann schnell in die Hose gehen, da das Haar nur unnötig beschwert wird. Auch auf die richtige Balance zwischen den Produkten sollte man achten: Eine Kombination aus Ansatz- und Spitzeprodukten (Sprays und Schaum) sorgt für die besten Ergebnisse.

22. Mit etwas Vorsicht zu genießen, aber sehr effektiv ist das Toupieren der Haare. Mit einem speziellen Toupierkamm (hat kleine eingefasste Zacken) die Haare in verschiedene Haarsektionen einteilen und das Toupieren von Vorn starten. Zunächst die abgetrennte Haarsträhne mit etwas Haarspray von hinten einsprühen (für wirklich lang anhaltendes Volumen) und dann mit dem Kamm von etwa der Mitte ab von allen Seiten Richtung Ansatz bürsten. Danach nochmal etwas mit Haarspray fixieren (nicht zu viel, sonst verklebt das Haar) und die nächste Sektion vornehmen. Sind alle gewünschten Strähnen toupiert, leicht mit einem Rundkamm über das Deckhaar nach hinten kämmen, um die entstandene wilde Mähne etwas zu bändigen. Die Prozedur ist etwas strapaziös fürs Haar und sollte deshalb nicht gerade jeden Tag angewendet werden.

23. Ein Volumenshampoo ist nicht per se verantwortlich für mehr Volumen, legt aber zumindest die Grundlage für voluminöseres Haar. Es kräftigt und pflegt die Haare im Ansatz, welches dann nach dem Waschen schön weiterverarbeitet werden kann.

24. Richtig Fönen: Die Haare am Ansatz entgegen der Wuchsrichtung fönen. Mit dieser Fönmethode bekommen die Haare einen schönen Stand am Ansatz. Optimalerweise wird mit einem Aufsatz angefönt, um die Fönluft präzise auf den Ansatz ausrichten zu können. Extratipp: Das Haar auf der Rundbürste einwicklen und anfönen. Das sorgt für zusätzliche Dynamik.

25. Schnittig: Ein Stufenschnitt und auch leichte Strähnen sorgen für mehr Fülle und Schwung.

26. Ein Seitenscheitel sieht nicht nur toll aus, sondern bringt auch automatisch Volumen am Oberkopf.

Weg mit dem (Haar-)Fett

27. Für das bessere Verständnis ist es wichtig zu wissen wie fettige Haare eigentlich entstehen. Dabei sind viele dem Irrglauben verfallen, dass diese vom Haar selbst ausgehen. Schuld ist aber eine übermäßige Talgproduktion der Talgdrüsen auf der Kopfhaut. Soll also fettiges Haar effektiv bekämpft werden, muss nicht die Folge eingedämmt, sondern die Ursache beseitigt werden. 

28. Richtiges Bürsten: Bei fettigem Haar sollten die Längen zu den Spitzen gebürstet werden, statt am Ansatz zu beginnen. Ansonsten wird der fettige Glanz von der Quelle (Kopfhaut) in das gesamte Haar transportiert.

29. Stress begünstigt die Talgproduktion. Da dieser nicht unmittelbar mit Haarpflege in Verbindung gebracht wird, ist dieser Tipp eher als indirekte Einflussnahme zu verstehen. Da Stress eine Reihe anderer negativer Folgen mit sich bringt, wird sich eine Entspannung der Lebenssituation, Stresstherapien oder andere Formen der Stressbewältigung nicht nur positiv auf die Haarhygiene auswirken.

30. Wir räumen mit einem Mythos auf: Fettige Haare werden entgegen landläufiger Meinung nicht durch tägliche Haarwäsche begünstigt. In Kombination mit dem richtigen milden Shampoo braucht ihr also im Grunde keinen Teufelskreis zu befürchten, der euch tiefer in die Fettspirale treibt. 

31. Lufttrocknung ist das richtige Stichwort wenn es fettigen Haaren an den Kragen gehen soll, denn Föhnhitze begünstigt die Produktion von übermäßigem Talg.

32. Trockenshampoo sollte nur in Notfällen angewendet werden. Es hilft zwar kurzfristig gegen den “Fettlook”, hilft aber nicht langfristig dabei die Ursache zu bekämpfen.

33. Auch wenn sie richtig stylisch und modisch aussehen können: Mützen, Caps, Hüte und andere Kopfbedeckungen tendieren dazu, verstärkt während dem Tragen an der Kopfhaut zu reiben und damit die Talgproduktion anzuregen. Fettiges Haar unter der Kopfbedeckung zu verstecken ist also definitiv nicht die Lösung zur Besserung und Normalisierung und sollte vermieden werden.

34. Ein weiterer Tipp für schönes Haar ohne Fett ist der Verzicht auf Produkte, die rückfettende Substanzen enthalten. Wenn Spülung verwendet wird, sollte diese nicht am Ansatz verwendet werden. Ein Einmassieren der Längen und Spitzen reicht hier völlig.

Anti-Schuppen Tipps

Frau kratzt sich den Kopf

Schluss mit nervigen Schuppen (credit: Hootie2710 @ photodune.net)

35. Wie fettiges Haar sind auch Schuppen ein Problem, welches auf die Psyche des Betroffenen schlagen kann. Man muss zwischen trockenen und fettigen Schuppen unterscheiden. Bei trockenen Schuppen bietet sich vor allem ein sehr mildes Kopfshampoo an. Diese sind auch oft für Menschen mit Neurodermitis geeignet und wirklich super sensitiv und ph-neutral.

36. Der erste Tipp aus der Liste (Olivenöl) hilft auch bei zu Schuppen neigender Kopfhaut. Eine wirkliche Wohltat für trockene Kopfhaut.

37. Bei trockenen Kopfschuppen keinesfalls die gängigen Anti-Schuppen Shampoos anwenden. Diese helfen nämlich bei fettigen Schuppen. Auch die Anwendung der Anti-Schuppen Shampoos sollte nicht täglich erfolgen und die Anwendung sich nur über den Behandlungszeitraum erfolgen, um die Kopfhaut nicht unnötig zu reizen.

38. Schuppen können auch durch Krankheiten hervorgerufen werden. Wenn sich das Schuppenproblem nicht durch die gängigen Tipps und Tricks lösen lässt, sollte zur genaueren Untersuchung ein Arzt aufgesucht werden. Ob es sich um eine Schuppenflechte, Pilzinfektion oder auch Neurodermitis handelt, kann nur ein fachmännischer Blick endgültig entscheiden.

39. Ein Ausbürsten der Haare entsorgt überschüssige Hautschuppen bereits vor dem Waschen.

40. Wie auch in anderen Tipps bereits öfters erwähnt und an dieser Stelle (weil passend) nochmals gerne wiederholt: Heiße Fönluft und heißes Duschwasser sollte aufgrund der austrocknenden Wirkung vermieden werden.

Kräftige und langanhaltende Farben

Glanz und Farbe im Haar einer schönen Frau

Langanhaltend kräftig und glänzend (credit: yuriyzhuravov @ photodune.net)

41. Farbkiller Nummer 1 für coloriertes Haar: UV-Strahlung. Die Sonnenstrahlung ist vor allem im Sommer kritisch, wenn Salz- und Chlorwasser die Haare für die ultraviolette Strahlung angreifbar machen. Gelangen die Strahlen ins Haar, geht es den Farbpigmenten an den Kragen. Um dies zu verhindern, sollte auf ein wasserfestes UV-Schutzspray fürs Haar zurückgegriffen werden.

42. Frisch coloriertes Haar sollte luftgetrocknet und nur vorsichtig mit dem Handtuch abgetrocknet werden.

43. Kur und milde Pflege: Für die optimale Pflege sollte direkt nach dem Färben eine Haarkur angewendet werden. Zum Schutz der Farbpigmente sollten milde Haarpflegeprodukte zum Einsatz kommen. Diese sollten die äußere Schuppenschicht nicht zu sehr strapazieren.

44. Spezielle Pflege für coloriertes Haar zielt im Prinzip darauf ab, das Auswaschen der Farbpigmente während des Waschens zu mindern. Erreicht wird dies dadurch, dass die Haarstruktur weitgehend geschlossen bleibt und somit weniger Wasser in das Haar eindringen kann. Einmal wöchentlich eine spezielle Haarkur und eine regelmäßige Behandlung mit Shampoo für coloriertes Haar hilft dabei, die Lebenszeit der Farbe zu verlängern und vor dem Ausblassen zu Schützen.

Titelbild: © Pandorabox – Fotolia.com

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