Dies ist eine Anleitung für alle, die mit Haartrimmern arbeiten – ob professionell oder zuhause vor dem Spiegel. Ich zeige dir, wie du Du mit einem elektrischen Haarschneider gekonnt um die Ohren schneidest – schwungvoll, elegant und ohne Kanten.

Kurzhaar immer noch Trend

Undercuts sind immernoch absolut im Trend. Und exakte, coole Kurzhaarschnitte aller Art sind sowohl bei Damen als auch bei Herren modern. Diese müssen aber echt akkurat sein, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Diese Schnitte können natürlich auch mit einer normalen Friseurschere gehandelt werden. Für die Kontur ist allerdings ein Haartrimmer sinnvoll. Mit dem muss man aber ordentlich umgehen können, sonst sind in die Konturen ganz schnell Löcher reingeschnitten. Aber genau deshalb gibt es diesen Artikel.

Problemzone Ohren

Problematischste Zone ist bei Kurzhaarschnitten wohl der Bereich um die Ohren herum. Gerade dort ist es wichtig, exakt zu arbeiten. Das Ohr soll weder in einer verwachsenen Haar-Höhle sitzen noch mit großzügigem Kopfhaut-Umkreis freigelegt sein.

Die richtigen Utensilien

Wie Du es richtig machst:

Die Profis verwenden für den Bereich um die Ohren herum am liebsten Haartrimmer, also elektrische Haarschneider, die als Aufsatz eine T-förmige Klinge haben. Mit einer solchen Klinge ist sowohl flexibles als auch exaktes Arbeiten gewährleistet. Wenn du kein solches Modell zu Hause hast, findest du hier eine Übersicht über gute und geeignete Trimmer.

Die Klinge kannst Du grundsätzlich voll am Kopf aufsetzen, für die Kontur eignet es sich aber besonders, die Klinge rückwärts zu richten und auch eventuell nur mit den Klingenrändern zu arbeiten.

Die richtige Haltung

Du darfst den Trimmer keinesfalls krampfhaft festhalten, sondern eher locker lässig in der Hand halten. Damit kannst Du ihn kunstvoll wie einen Malerpinsel schwingen und schöne Rundungen zaubern. Hältst Du das Haarscheidegerät zu fest, kann die Frisur am Rand schnell kantig werden. Halte das Gerät also nur mit den Fingerspitzen. Das erlaubt verschiedene Winkel und Bewegung im Handgelenk.

Gleiches gilt für Deine Körperhaltung: stell Dich locker hin und insgesamt nicht zu steif. Geh tendenziell lieber ein paar Schritte zu viel um die zu Frisierende Person herum, denn sonst wird die Frisur schief. Aus verschiedenen Blickwinkeln sieht man gebenenfalls mehr Fehler und Unebenheiten. Um zu veranschaulichen, was ich gerade beschrieben habe, gibt es hier ein cooles Video das diese Schritte zeigt:

Trickreicher Griff:

Ideal ist es, wenn Du mit einer Hand sowohl Kamm als auch Ohr managen kannst. Mit den Fingerspitzen kannst Du das Ohr wegdrücken, während Du den feinen Kamm am Haarrand ansetzt und dann mit dem Trimmer am Kamm entlang fährst. Dieser Griff braucht natürlich einige Übung. Wenn Du ihn aber beherrscht, erspart es dir viel Verkrampfung und schafft eine größere Arbeitsfläche am Kopf.

Du kannst den Haarschneider auch allgemein schon virtuos ansetzen und seitlich am Kamm entlang schneiden. Hierzu kommt, wie oben schon erwähnt, der Rand der Haarschneidemaschine zum Einsatz, also die obere Rückseite der Schneide. Das erlaubt Dir eine besonders präzise Umfahrung des Ohr. Kanten werden vermieden werden und um das Ohr herum entsteht – gemäß den natürlichen Linien des Ohrs – ein großes C, was idealweise wie gemalt aussieht.

Allgemein

Arbeite langsam und genau, dann kann eigentlich nichts schiefgehen. Natürlich kannst Du auch mit einer normalen geraden Friseurschere arbeiten oder mit einer Effilierschere. Präziser wird es aber mit einem Haarschneider, der dir eine sanfte Kurvenführung erlaubt. Mit ein wenig Übung bist du schnell Meister!

Photocredit: Sean Prior @ photodune.net

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